| Bausparvertrag |
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Der gute alte Bausparvertrag ist nicht nur eine der sichersten Möglichkeiten sinnvoll zu sparen. Ein Bausparvertrag kann unter Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse und Sparbeiträge durchaus attraktive jährliche Renditen von 6 % erzielen. Besonders für Familien oder geringer Verdienende ist die Geldanlage in einem Bausparvertrag auch ohne die Absicht Wohneigentum zu erwerben eine interessante Alternative. Warum dem so ist, das erfahren sie in den nachfolgenden Artikeln. Wenn sie sich allerdings für die Verwendung eines Bausparvertrages in Zusammenhang mit einem späteren Bauspardarlehen interessieren, sollten sie den Artikel Bausparen und Finanzieren lesen. Ein Bausparvertrag ist normalerweise zur Finanzierung des Erwerbs oder der Sanierung von Wohneigentum gedacht. Ist der Bausparer jedoch Wohnungsbauprämien berechtigt, erhält vermögenswirksame Leistungen und erfüllt die Einkommensgrenzen für die staatliche Förderung derselben, kann Bausparen zu einer attraktiven Sparform werden. Weder der tatsächliche Erwerb von Wohneigentum noch die Erwerbsabsicht sind hierfür notwendig. Möchten sie ihr Bausparguthaben jedoch nicht für den Erwerb von Wohneigentum oder eine Sanierung aufwenden, müssen sie eine Sperrfrist von 7 Jahren beachten. So funktioniert der BausparvertragDer Bausparer bespart einen Bausparvertrag über eine festgelegte Mindestsparzeit (zwischen 12 und 80 Monaten oder darüber hinaus), mit dem Ziel einen vereinbarten Prozentsatz (zwischen 30 und 50 %) der bei Vertragsbeginn festgelegten Bausparsumme anzusparen. Ist die Mindestsparzeit, die vertraglich vereinbarte Prozentzahl des Bausparguthabens sowie eine ausreichende Bewertungszahl erreicht, wird der Bausparvertrag zugeteilt. Dies kann allerdings je nach Bewertungszahl bis zu 3 Jahre dauern. Mit der Zuteilung hat der Bausparer die Wahl, ob er ein Bauspardarlehen in Anspruch nimmt oder nicht. Der Zinssatz für das Bauspardarlehen wird bereits zu Vertragsbeginn vereinbart Es gilt: je niedriger der vereinbarte Zinssatz, desto geringer auch die Verzinsung der angesparten Beiträge. Möchte der Bausparer also kein Bauspardarlehen in Anspruch nehmen, sollte er den Bauspartarif so wählen, dass er die höchstmögliche Guthabensverzinsung erhält. So wird ein Bausparvertrag staatlich gefördertUm herauszufinden, ob ein Bausparvertrag für sie eine rentable Geldanlage und Sparform ist, müssen sie prüfen, ob sie für die staatliche Förderung durch die Wohnungsbauprämie und der Arbeitnehmersparzulage in Frage kommen. Für beide Förderungen gelten zunächst Einkommensgrenzen. Um die Wohnungsbauprämie zu erhalten, dürfen sie als Alleinstehender nicht mehr als 25.600 Euro (Verheiratete 51.200 Euro) verdienen, es gilt das zu versteuernde Einkommen. Anspruch auf Förderung der vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers durch den Staat haben sie, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen die Grenze von 17.900 Euro für Alleinstehende ( 35.800 Euro für Verheiratete) nicht überschreitet. Sind sie förderungsberechtigt, erhalten sie auf ihren Bausparvertrag folgende Zulagen.
Sie erhalten also maximal 45,06 Euro Wohnungsbauprämie und 42 Euro Arbeitnehmersparzulage pro Jahr. Auch wenn vermögenswirksame Leistungen bereits in einen Fondssparplan eingezahlt werden, die Förderung durch die Arbeitnehmersparzulage wird paralell gewährt. Haben sie kein Anrecht auf die Arbeitnehmersparzulage, können die vermögenswirksamen Leistungen des Sparjahres auch zur Beantragung der Wohnungsbauprämie genutzt werden. So rentabel wäre ihr BausparvertragNehmen wir an, sie sind sowohl für den Empfang der Arbeitnehmersparzulage, als auch der Wohnungsbauprämie berechtigt. Sie sollten nun monatlich 40 Euro vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber auf ihren Bausparvertrag einzahlen lassen. Sie selbst sollten weitere 43 Euro monatlich einzahlen. Es ergäbe sich ein jährlicher Beitrag von 996 Euro. Besparen sie den Vertrag über eine Dauer von 7 Jahren, sammelt sich eine Summe von 6.972 Euro. Dazu erhalten sie sieben mal 87,09 Euro an staatlicher Förderung, insgesammt 609,63 Euro. Bei einer angenommenen jährlichen Guthabensverzinsung von 3,5 % würden sich 900,92 Euro Guthabenszinsen ansammeln Endergebnis: Bei 6.972 Euro die sie einbezahlt haben erhalten sie am Ende der Laufzeit 8.482,55 Euro. Es ergäbe sich eine jährliche Rendite von rund 5,7 %. Um einen solchen Erfolg erzielen zu können, ist die richtige Wahl der Bausparsumme sehr wichtig, da diese inzwischen nicht mehr von allen Gesellschaften zurückerstattet wird, wenn der Bausparer auf ein Bauspardarlehen verzichtet. |
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