Fondssparen aber wo?

Sie wollen wissen, wo man Fondssparpläne abschließen oder Fonds kaufen kann? Es interessiert sie, was sie dabei beachten sollten?

Genau wie beim Kauf von Aktien oder anderen Wertpapieren, benötigen sie für Fonds ein Wertpapiedepot.

Bei der Auswahl des Kreditinstitutes, des Onlinebrokers oder der Fondsbank sollten vorallem drei Aspekte beachtet werden. Prüfen sie, wieviele und welche sparplanfähige Fonds das Institut anbietet, beachten sie die geforderten Ausgabeaufschläge und die Depotführungsgebühren.

Gerade bei der Qualität und Anzahl der angebotenen sparplanfähigen Fonds gibt es große Unterschiede, von den dabei  entstehenden Kosten ganz zu schweigen. Ein Bankberater wird stets bemüht sein, die Produkte seines Arbeitgebers zu verkaufen, von den entstehenden Provisionen hängt sein Job ab. Sogenannte unabhängige Finanzberater sind zwar in der Regel nicht an bestimmte Produkte gebunden, hier erhalten sie wahrscheinlich eher die Fonds, bei denen sich die höchsten Provisionen erwirtschaften lassen.

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Onlinebanken bieten oftmals eine kostenlose Depotführung, verlangen in der Regel jedoch genau wie andere Geldinstitute Ausgabeaufschläge. Comdirect und DiBa bieten ein breites Fondsspektrum und reduzieren Ausgabeaufschläge um 50 bis 100 Prozent.

Fondsvermittler können hier eine Alternative sein, bei AFS oder Fondsvermittlung24 werden die Ausgabeaufschläge für die meisten Fonds erstattet. Allerdings werden die Depotgebühren je nach Art des Vermittlers erst ab einem Depotvolumen von 10.000 bis 20.000 Euro erstattet. Betragen die Depotführungsgebühren 36 Euro pro Jahr, so müssten bei 5 Prozent gesparten Ausgabeaufschlägen exakt 720 Euro jährlich in Fonds gespart werden.

Interessant wird dieses Rechenbeispiel für Anleger, die nur 25 oder 50 Euro im Monat sparen möchten. Die Comdirect ermöglicht in diesem Falle Sparpläne ab 25 Euro und verlangt in der Regel nur 2,5 Prozent Ausgabeaufschlag. Bei 50 Euro monatlicher Sparsumme entständen lediglich Kosten von 15 Euro im Jahr. Es wäre in diesem Falle billiger die Ausgabeaufschläge anstelle der Depotgebühren zu zahlen.

Der Beratungsbedarf ist ein denkbar schlechtes Kriterium für die Auswahl  eines Wertpapierdepots. Da Finanzberatung in Deutschland wenig transparent ist und nur mässig gesetzlich kontrolliert wird, merken viele Kleinanleger erst nach Jahren, was sie die kostenlose Beratung in ihrer Bank wirklich gekostet hat - Performance und im schlimmsten Falle ihr Kapital.