Zertifikate Grundlagen

Zertifikate zählen zu den strukturierten Finanzprodukten und den Derivaten. Zertifikate werden direkt vom Emittenten (dem Ausgebenden) vertrieben und in Folge an der Börse gehandelt. Zertifikate bieten auch Kleinanlegern die Möglichkeit sich an Trends zu beteiligen, die zuvor nur professionellen Anlegern mit entsprechendem Kapital offen standen.

Mit Zertifikaten kann der Anleger dauerhaft oder auch zeitlich befristet auf die Entwicklung von beispielsweise Rohstoffen wie Gold, Silber und Kupfer, aber auch auf die Perspektiven von kleinen und von Kapitalanlegern weitesgehend unentdeckten Volkswirtschaften wie Vietnam setzen.

In den nachfolgenden Artikeln erfahren sie mehr über diese interessante Form der Geldanlage. 

Zertifikate sind grundsätzlich an die Entwicklung eines Basiswertes geknüpft. So kann sich ein Zertifikat auf die Entwicklung eines Aktienindex oder eines Rohstoffes beziehen. Grundsätzlich beinhalten Zertifikate ein bestimmtes Bezugsverhältnis. Dieses gibt an, auf wieviele Anteile des Basiswerts sich die Zertifikate beziehen.

Zertifikate - Erscheinungsformen

Zertifikate werden zunächst in zwei große Gruppen unterschieden. Zum einen gibt es Anlageprodukte, diese bieten dem Anleger die Möglichkeit individuell auf Risikobereitschaft, Ertragswunsch und Anlagegebiet abgestimmte Produkte zu erwerben. Zum anderen gibt es die Hebelprodukte, mit denen der Anleger überproportional an der Entwicklung des Basiswertes teilnehmen kann.

Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Funktionsweise und vorallem im Risiko, dass der Anleger mit dem Erwerb von Zertifikaten eingeht. Bei Zertifikaten ist grundsätzlich ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals (bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten) möglich.  Hebelzertifikate beinhalten dieses Risiko jedoch auf Grund ihrer Funktionsmechanismen. Hebelzertifikate gelten daher als spekulative FInanzprodukte mit sehr hohem Risikoanteil.

Anlagezertifikate und Hebelzertifikate

Folgende Möglichkeit der Einteilung von Zertifikaten ergibt sich aus dem Risikoprofil der Zertifikate heraus.

Anlagezertifikate

Hebelzertifikate

Indexzertifikate Optionsscheine
Discountzertifikate
Knock Out Zertifikate
Bonuszertifikate
 
Basketzertifikate
 
Garantiezertifikate  
Outperformance Zertifikate  
  

Eine weitere Möglichkeit der Einteilung ergibt sich aus der Art der Ertragserwartungen. Hierbei werden Partizipationszertifikate von Zertifikaten mit einem vorab definierten Rückzahlungsprofil unterschieden.

Partizipationszertifikate

Zertifikate mit definierter Rückzahlung

Die Kursberechnung des Zertifikates folgt dem Kurs des Basiswertes. Die Kursberechnung der Zertifikate folgt zunächst der Entwicklung des Basiswertes, nimmt jedoch zum Fälligkeitstermin einen an die Rückzahlungsbedingungen geknüpften Wert an.
Dazu zählen: Index-, Basket- und StrategiezertifikateDazu zählen: Discount-, Bonus-, Expresszertifikate und Optionsscheine
  
Partizipationszertifikate sind oftmals durch unbgegrenzte Laufzeiten gekennzeichnet.
Die Laufzeit von Zertifikaten mit definiertem Rückzahlungsprofil wird mit der Ausgabe der Zertifikate festgelegt.