Ausgaben kontrollieren

Als das Papiergeld zu Beginn des 17. Jahrhunderts seinen Siegeszug in Europa begann, war es nicht zuletzt die bequeme Handhabung, die zur raschen Beliebtheit führte.  Zwei Banknoten über 500 Taler waren nun einmal erheblich leichter als tausend silberne Münzen. Kritiker merkten aber schon damals einen Bezugsverlust zum Wert des Geldes an.

Papiergeld ist aus der heutigen Zeit nicht wegzudenken. Allerdings laufen ihm Kreditkarten und EC Karten den Rang ab. Plaste verdrängt Papier und Metall. Plaste verdrängt allerdings auch jeden realen Wertbezug zum Geld aus den Köpfen. Geld möchte gepflegt und gehegt werden, es fordert ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse. Geld fühlt sich verärgert und vernachlässigt, wenn sie es achtlos durch eine Plastekarte ersetzen, es läuft ihnen einfach weg.

Verbannen sie das Plaste aus der Brieftasche 

Vielleicht halten sie diesen Text für ein Produkt ewig gestrigen Denkens. Es steht ihnen frei diese Seite jederzeit zu verlassen. Wie bereits erwähnt, ohne Disziplin und eigenen Willen ist der allerbeste Tipp wertlos.

Wissen sie noch, wofür sie in den letzten zwei Wochen wieviel Geld ausgegeben haben?

Kreditkarten und EC Karten erleichtern den sorglosen Umgang mit dem eigenen Geld. Eine Rechnung an der Supermarktkasse, Tankstelle  oder im Kaufhaus ist schnell bezahlt. Eventuell schauen sie bei Routineeinkäufen gar nicht mehr auf den Betrag. Das ist grundsätzlich nichts verwerfliches, das ist "In". Es stellt sich allerdings die Frage, ob man jedem Trend nachgeben muss.

Wenn sie eine Ausgabe bar bezahlen, ist das ein völlig anderer Bezug zum Geld. Sie geben etwas weg, wofür sie hart gearbeitet haben. Sie erleben hautnah wie es weniger wird. Das Beste allerdings ist die Tatsache, dass man mit leerer Brieftasche auch nichts kaufen kann.  Sie kaufen doch nicht etwa Dinge, wenn sie das Geld dafür gar nicht besitzen? Oder etwa doch?

Kontoauszüge prüfen und abheften

Je nach Art ihrer Hausbank  erhalten sie regelmässig Kontoauszüge oder müssen sich diese an Automaten ziehen. Kontoauszüge sind eine sehr gute Möglichkeit die eigenen Ausgaben zu überprüfen. Sammeln sie ihe Kontoauszüge sorgfältig und sortieren sie diese in Ordner oder Heftmappen. Es empfiehlt sich die Kontoauszüge eines Jahres zusammenzuhalten.

Anhand iher Kontoauszüge können sie die Wege die ihr Geld genommen hat bis ins Detail nachzuvollziehen. Die Wege des Geldes sind nun mal unergründlich. Wer den Überblick über seine eigenen Finanzen hat, dem fällt es deutlich leichter Einsparpotentiale aufzudecken. Geben die Kontoauszüge nur unzureichende Informationen wieder, empfiehlt sich die Führung eines Haushaltsbuches.

Das Haushaltsbuch

Wenn viele verschiedene Fixkosten und zahlreiche kleine Einzelausgaben getätigt werden, empfiehlt es sich ein Haushaltsbuch zu führen. Dies ist in der Regel vorallem bei Familien, beziehungsweise der Führung eines Familienhaushalts der Fall.

Je nach Art des Haushaltsbuches können Ausgaben und Einnahmen notiert und gegenübergestellt werden. Da es einiges an Geduld und Aufwand erfordert ein Haushaltsbuch ordnungsgemäß zu führen, verliert diese altbewährte Methode zunehmend an Bedeutung.

Ein Haushaltsbuch kann auch dazu führen, dass sich der Partner in der Beziehung überwacht fühlt. Es kommt die Frage auf, ist es nötig zu überwachen?

Meiden sie Dispositionskredite

Die Kreditinstitute räumen heute schon bei sehr geringen Einkommen beträchtliche Dispositionskredite ein. Das ist natürlich sehr nobel. Es ist auch absolut verständlich, dass sich Banken diese Dienstleistung mit acht bis vierzehn Prozent Überziehungszinsen vergolden lassen.

Es ist allerdings unverständlich, warum die Bankkunden auf dieses Trickspiel eingehen. Geld, dass man nicht verdient hat, kann man nicht ausgeben. Diese Erkenntnis ist die wertvollste und wichtigste die sie  haben können. Sie ist wertvoller als jedes vierhundertseitige Buch. Sie ist wichtiger als die Summe, die auf iher Gehaltsbescheinigung steht.

Wenn es schon unbedingt ein Dispositionskredit sein muss, wählen sie die Summe doch bitte nicht oberhalb von 50 Prozent ihres Nettoeinkommens.