Berechnung der eigenen Finanzkraft

Wer seine Finanzen ordnen und planen möchte, sollte eine detaillierte Berechnung der eigenen Finanzkraft durchführen. Was sich kompliziert anhört ist im Grunde ein einfaches Gegenüberstellen von Einnahmen und Ausgaben. 

Sie müssen sich zunächst einen Überblick über Ihr Budget verschaffen, eh Sie dieses mit konkreten  Maßnahmen, bspw. durch das Stromanbieter vergleichen , optimieren können.

Nur bei Sorgfältiger Erfassung aller Fixkosten, aller Nebenskosten und einer sinnvollen Planung für den Lebensunterhalt gelangt man zu einem präzisen Ergebnis. Die Kontrolle und Planung ihrer Finanzen wird ihnen deutlich leichter fallen, wenn sie ein Haushaltsbuch führen. Je genauer sie ihre Kosten aufschlüsseln, desto detaillierter die Kalkulation. Außerdem wird es einfacher Posten zu streichen oder einzuschränken, wenn man weiss, wo die Stellschrauben gedreht werden müssen. Bedenken sie, dass Fixkosten nicht nur aus dauerhaften Abbuchungen sondern auch aus periodisch wiederkehrenden Kosten bestehen.

An dieser Stelle betrachten wir einmal eine vereinfachte Beispielrechnung für einen Berufsanfänger. Normalerweise beinhaltet ein Haushalt selbstverständlich deutlich mehr Fixkosten. 

 

 Ausgaben

 Einnahmen

Lohnzahlung / Nettolohn  1.200 Euro
Kaltmiete
300 Euro
 
Nebenkosten
60 Euro
 
Strom, Gas
120 Euro
 
Internet & Telefon Festnetz
50 Euro
 
Telefon Mobil
20 Euro 
Versicherungen Auto
70 Euro
 
Steuern Auto
25 Euro
 
4 x Tanken 200 Euro
 
30 x Zigaretten  120 Euro 
 965 Euro
 235 Euro
   
Haushaltsgeld zur Verfügung  235 Euro
4 x Einkaufen  mit durchschnittlich 40 Euro 160 Euro
 
   
verfügbarer Betrag
 75 Euro

In diesem Beispiel bleibt allein nach Abzug der Fixkosten nur noch ein sechstel des monatlichen Nettogehaltes übrig. Nach Abzug aller Kosten werden 75 Euro erwirtschaftet. Mit diesem geringen Polster ist es nicht mehr weit bis zur Verschuldung.

Würde die Person aus dem Beispiel vergessen KfZ Steuern und KfZ Versicherung auf den Monat umzulegen, ergäbe sich ein irrtümlich verfügbarer Betrag von 170 Euro. Nun wird beispielsweise ein Ratenkauf mit einer monatlichen Folgebelastung von 85 Euro getätigt. Laut der irrtümlichen Kalkulation wäre damit nur die Hälfte des verfügbaren Betrags gebunden. In Wahrheit belastet sich die Beispielperson jedoch bereits mit 10 Euro mehr, als sie im Monat zur Verfügung hat.

Es bedarf keiner sonderlich großen Vorstellungskraft um zu wissen was passiert, sobald unvorhergesehene Kosten (zum Beispiel eine Autoreperatur) entstehen.