Aller Anfang ist schwer

In den nachfolgenden Artikeln finden sie zahlreiche Tipps und Anregungen für den Umgang mit Schulden. Bevor sie jedoch konkrete Maßnahmen einleiten, lesen sie doch bitte diesen Artikel. Hier wurden einige grundsätzliche Dinge zusammengetragen, für die sie sich zwei Minuten ihrer kostbaren Zeit nehmen sollten.

 

Hüten sie sich vor Kreditvermittlern 

Egal wie akkut ihre Situation ist. Vermeiden sie es auf "Kredite ohne Schufa" Angebote einzugehen. Entsprechende Angebote werden oftmals als leichtzugängliches und problemloses Allheilmittel angepriesen. Da diese Kredite aber oftmals hohe Abschlussgebühren oder exorbitante Zinsen beinhalten, werden sie in der Regel zu einer Verschlimmerung ihrer Situation führen.

Meiden sie Angebote von Schuldenregulierungsfirmen,  die Angebote bringen oftmals nichts außer zusätzlichen Kosten und somit einem noch größeren Schuldenberg. Das gleiche gilt für ausländische Kreditinstitute, diese werben oftmals mit angeblich leichten und schnellen Wegen zur Entschuldung per Postwurfsendung oder Kleinanzeigen.

Wenden sie sich an seriöse Schuldnerberatungsstellen. Wir haben eine Liste mit Adressen und Erreichbarkeiten für sie zusammengetragen.

Erhalten sie ihr Girokonto

Das Girokonto ist eine unabdingbare Voraussetzung für die eigene Geschäftsfähigkeit. Mietkosten oder Versicherungen werden in Form von Daueraufträgen abgebucht, Arbeitgeber und Sozialamt gewähren ihre Leistungen oftmals nur per Überweisung. Wir ihnen ihr Konto mit Dispositionsrahmen verwehrt oder gekündigt, versuchen sie ein Konto auf Guthabensbasis einzurichten. 

Fast alle Kreditinstitute haben sich freiwillig verpflichtet jedem Kunden ein Girokonto auf Guthabensbasis zu gewähren. In einigen Bundesländern lassen sich diese sogar gerichtlich erstreiten, eine generelle gesetzliche Verpflichtung besteht jedoch nicht. 

Sichern sie ihren Wohnsitz

Zu allererst sollten sie sicherstellen, dass sie ihre Mietausgaben, die Strom-, Wasser- und Gasrechnung decken können.  Mietschulden können zur Kündigung des Mietverhältnisses führen. Es droht eine Sperre durch die Versorgungsunternehmen und im schlimmsten Falle die Obdachlosigkeit.  Ein derartiger Abrutsch ist im Nachhinein nur äußerst schwer zu korrigieren.

Sollten bereits Mietschulden oder Schulden bei Wohnungsnebenkosten aufgelaufen sein, setzen sie sich schnellstmöglichst mit den Gläubigern in Verbindung. Bedenken sie, dass ihr Mieter wahrscheinlich kein Interesse an Entschuldigungen hat. Es dürfte ihn primär interessieren, wann und wie er zu seinem Geld kommt. Unterbreiten sie realistische Lösungsvorschläge und untermauern sie diese durch Handlungen. 

Sollten alle Stricke reißen, wenden sie sich umgehend an das Sozialamt. Es keinesfalls eine Verpflichtung ihre Schulden zu übernehmen. Wenn sie jedoch erstmalig und unverschuldet in eine Notlage geraten sind, wird das Sozialamt in der Regel handeln. Die Koste, die dem Amt durch eine drohende Obdachlosigkeit entstehen sind deutlich höher.

Achten sie auf ihre Gesundheit

Schulden bedeuten Stress. Zuviel Stress kann zu sehr ernsten Krankheiten führen. Um ihre Gesundheit in dieser Phase enormer nervlicher Belastung zu bewahren sollten sie einige Verhaltensregeln beachten.

  • Vermeiden sie das Rauchen, schränken sie es ein oder lassen sie es ganz. Rauchen ist nicht nur ungesund und gefährlich, es ist auch verdammt teuer.
  • Achten sie auf eine ausgewogene Ernährung. Auch wenn das Geld natürlich nicht für Kaviar reicht, Vitamine erhalten ihre Gesundheit. Fettige Ernährung verstärkt ihr Gesundheitsrisiko.
  • Machen sie einen großen Bogen um Alkohol. Die Suchtgefahr ist in Zeiten nervlicher Belastung besonders hoch.
  • Gönnen sie sich trotz Zeitnot einen Spaziergang im Grünen. Belohnen sie sich von Zeit zu Zeit wenn ihre Maßnahmen von Erfolg gekrönt sind. Halten sie durch!